Erich Ermler – die Story

Erich Ermler jun.

„Holzauge sei wachsam!“, hat Opa mir stets geraten. Er war einer der aufrichtigsten Geschäftsmänner, ein Gentleman und exzellenter Mechaniker mit feinem Gespür und Gehör: Eine Kugel drehte er mit links. An Weg zu meiner Meisterbrief-Verleihung in der neuen V-Klasse stupste er mich an und sagte: „Erich, hör genau hin. Dieser Diesel Motor ist ganz leise. Da hörst du kein Klopfen.“

Schon als Kind war für mich klar, dass ich einmal unsere Firma übernehmen würde. Mein Elternhaus war im ersten Stock und wenn mich Papa als 5-Jähriger zu Terminen mitnahm, trug ich mein schönstes Mercedes-Hemd. Seine Handschlagqualität und Zuvorkommenheit beeindruckten mich schon damals.

Als 12-Jähriger packte ich dann in der Firma mit an. Ich wollte mich zum Chef hocharbeiten und lernte so von Günter Gnadlinger Autos zu reinigen und aufzubereiten. Als 17-jähriger Führerscheinneuling begleitete ich an Nachmittagen meinen Cousin Mathias Lesnjakovic auf Transportfahren. Als eingespieltes Team kümmerten wir uns um die gesamte Organisation, Kommunikation mit Kunden und deren Fahrzeuge. Während der HAK-Zeit teilte mir dann Gerald Beck Aufgaben zu, z.B. Fahrzeuge von Mercedes-Benz Werksniederlassungen in Deutschland nach Österreich zu überstellen – Flüge und administrative Abwicklung inklusive.

Mein Hobby von damals – Fahrzeuge zu reinigen und repräsentativ zur Schau zu stellen – begeistert mich noch heute.

An meinem ersten Tag als Lehrling durfte ich das linke vordere Traggelenk einer goldenen E-Klasse austauschen. Autos reparierte ich ja bereits seit meiner Schulzeit. Der Kunde beobachtete mich und fragte mich ob ich hier neu wäre. Er war verblüfft zu erfahren, dass dies zwar mein erster Arbeitstag war, ich aber schon 20 Jahre Praxiserfahrung mitbringe. Er schmunzelte als ich mich vorstellte.

Unter den strengen Augen meiner Lehrmeister Christian Szankovich, Markus Eder und Papa durchlief ich sämtliche Werkstattbereiche. Verschont wurde ich nie. Ruhte ich mich während der Arbeit einmal zu lange aus, musste ich eine Stunde länger die Werkstatt zusammenkehren. Diese Lektion widerfuhr auch Markus Eder als mein Opa sein Lehrherr war.

Mit dem Meistertitel in der Tasche war ich im Nutzfahrzeug-Verkauf tätig, lernte alle anderen Stationen unserer Firma kennen, arbeitete Hand in Hand mit Christian Szankovich und leitete für einige Zeit die Spenglerei. Ich wurde zum Mitglied eines eingeschweißten Teams. Damals wie heute teilen wir unser Wissen und sammeln neue Erfahrungen. Aus verlässlichen Kollegen und Kolleginnen wurden über die Jahre treue Freunde und manche sogar zu Familienmitgliedern. Die jüngsten unter ihnen wachsen wie ich damals in der Firma auf.

Auch außerhalb von Mercedes-Benz Ermler ist mein Leben reich an Erfahrungen: Als Klassensprecher und Schulsprecher in der HAK lernte ich meinen Ehrgeiz und Sinn für Gerechtigkeit zum Wohle aller einzusetzen. Als ehrenamtlicher Obmann des Fußballvereines und Wirtschaftsbundes in Weiden gebe ich Gutes zurück, fördere Netzwerke und ermögliche neue Win-Win-Situationen.

Papa, Erich jun. und Opa feiern den Meisterbrief

Veranstaltung für den guten Zweck – Flugzeugziehen

Das Verkaufsteam von Firma Ermler

Erich Ermler jun.